Day 51: Teeplantagen in Munnar

Gestern morgen um 6.30 Uhr haben wir unseren Fahrer Klietis getroffen, er hat uns mitgenommen auf einen wirklich atemberaubenden Daytrip nach Munnar, etwa 130 km oestlich im Landesinneren von Kochin entfernt. Auf halber Strecke haben wir an einer kleinen Bude gehalten, unser erster Chai an diesem Tag. Die Landfschaft hatte sich bis dahin schon wunderbar gewandelt, wir waren umgeben von unglaublich hohen Bergen, bewaldet mit tropischen Baeumen, weniger Palmen, Affen auf den serpentinenartigen Strassen. Alles war so saftig gruen und die morgendliche Frische hat sich nicht so schnel wie in Kochin aufgeheizt. Irgendwann zwischen den Baeumen tauchte die grosse, orangene Sonnenscheibe auf und hat sich in den Tag geschoben.
Weiter gings durch diese atemberaubende Landschaft, bis wir zu einem tollen Ort gekommen sind, einem Spice Garden. Wir haben dort gehalten und der Landlord war dort und hat uns durch den wirklich gigantisch grossen Garten gefuehrt. Wir haben Pfeffer gesehen (uebrigens eine Kletterplanze), Vanille, Bellapples, Passionsfruechte, Mangos, Bananen, Ginger, Turmeric, Ananas, Kaffee, Nelken, Granataepfel, Currypflanzen und so viele andere Gewuerze und Pflanzen. Viele wundervolle Blumen und sogar ein Chameleon haben wir entdeckt.
Dann haben wir uns weiter aufgemacht in Richtung Munnar und da waren sie ploetzlich, die Teeplantagen. Es mag verrueckt klingen, doch darauf habe ich mich richtig gefreut. Das erste Mal, solch eine grosse, umwerfende Kunst/Kulturlandschaft zu erleben. Die Huegel erschienen so weich und sanft geschwungen, so volkommen. Und ueber alles haben sich die Teepflanzen erstreckt. Im Hintergrund konnten wir die Berge ausmachen, in einem Dunst aus Nebel und blauem Licht. Wir sind immer noch so sehr beeindruckt von dieser Landschaft!
Nach ausgiebiger Fotosession meinerseits sind wir nach Munnar gefahren. Munnar selbst ist ein sehr kleiner Ort, uebersichtlich und gepraegt von der Teelandwirtschaft. Und drumherum die Plantagen, die Berge.
Wir sind zum Teemuseum gegangen und haben uns, nachdem wir durch eine skurile Sammlung alter, kolonialistischer Gegenstaende gekaempft haben, die Geschichte und heutige Nutzung der Plantagen erklaeren lassen. Auch eine grosse, sich noch im Betrieb befindliche Maschine war vor Ort und wir konnten den Prozess vom gepflueckten Blatt zum fertigen , schwarzen Tee genau verfolgen. Hier haben wir auch erfahren, das die Teepflanze, die hier aussieht wie eine Heckenplanze, im Grunde ein Baum ist, der “nur” gestutzt gehalten wird. Die Blaetter werden in schweisstreibender arbeit (die Bilder hat jeder im Kopf, Frauen, mit grossen Koerben und Sonnenhueten im Feld arbeitend) geflueckt und dann zum Tee weiterverarbeitet.
Was uns hier sehr gut getan hat, ist uebrigens das kuehlere Klima. Der frische Bergwind, der einem hier um den Koerper schmeichelt, erfrischt sehr! Gegessen haben wir in einem kleinen netten Cafe und haben uns dann von unserem Fahrer weiter durch die Landschaft fahren lassen. Wir kamen an einem wundervollen Blumengarten vorbei und haben uns dort auch einige Zeit zwischen Rosen, Dalien, Gerberas und Petunien ausgeruht. Unser Fahrer glaubte, ein Elephantride wuerde uns gut tun, und hat uns zu einem Stausee gebracht, wo sich entlang der Strasse einige indische Cafes und eben Elefantenfuehrer befanden. Wir haten uns entschlossen, nachdem wir schon einiges ueber die fiese Haltung der Tiere gelesen hatten, gegen einen Ausritt entschieden, und wir haben mit unserem Fahrer bei netter Aussicht auf den Stausee einen leckeren Chai genossen.
Auf dem Rueckweg nach Kochin kam mir die Fahrt um einiges wilder vor, als auf unserem Hinweg. Vieleicht hate unser Fahrer noch was vor? Er hat nichts verraten und sauste durch die Berge, die Doerfer, wie ein wilder…

Meine Filme habe ich heute noch mal in die Entwicklung gegeben, morgen solen sie fertig sein, kurz bevor wir aufbrechen auf unsere 48Stunden Zugtour nach Delhi.
Am 28.2. , also am Donnerstag, werden wir Delhi erreichen und uns dann wieder von dort aus melden. Dort haben wir dann noch einen Tag, bevor es in der Nacht auf Samstag zum Delhi International Airport geht…zurueck nach London.

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One thought on “Day 51: Teeplantagen in Munnar

  1. Ihr Lieben, wir haben (fast) regelmäßig eure Reportagen verfolgt, und insbesondere die bilder, wo wir ja durch langjährige Schule Experten in der Betrachtung sind … und es sind wirklich SUPER Bilder. Anne, gut zu hören, dass der magen wieder im Lot ist. Mit dem Kochkurs kannst du nun die Dosierungen dem eigenen Geschmack anpassen. und nach der Teeplantage schmeckt der Tee intensiver. Für den kleinen Rest der Zeit wünschen wir euch gute Erholung von den Erlebniszeiten und viel Erfolg beim letzten Fischzug für die Souveniers, … und dann guten Flug in den rauhen Norden!
    Maija und Olli

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